Start News Berichte HEM U14: Jessica Schwab Hessenmeisterin bis 44 kg
HEM U14: Jessica Schwab Hessenmeisterin bis 44 kg

Jessica SchwabMit insgesamt 14 Teilnehmer trat der JC Petersberg bei den diesjährigen Hessischen Titelkämpfen der Jugend U14 in Rüsselsheim an. Diese Meisterschaft wurde zum ersten Mal offen ohne Qualifikation ausgetragen, wodurch in manchen Gewichtsklassen mehr als 40 Judokas vertreten waren. Dadurch war es ein äußerst hochwertiges, aber auch anstrengendes Turnier. Mit einmal Gold, zweimal Bronze und zwei starken fünften Plätzen war der JCP der erfolgreichste Verein des Unterbezirks Fulda.

 

Eine grandiose Leistung zeigte Jessica Schwab aus Hofbieber. Ihre Gewichtsklasse war mit 16 Teilnehmer quantitativ und besonders qualitativ gut besucht, da schon die Konkurrenz aus unseren Reihen mit Svenja Skúlason und Larissa Schwab sehr stark war. Jessica traf gleich im ersten Kampf auf die Mitfavoriten Chantal Kolbig vom Samurai Offenbach. Sie ging in der ersten Minute mit Wazaari für eine Hüfttechnik in Führung, und konnte diese Führung bis zum Ende verteidigen. Diese Begegnung forderte alles von der JCP-Athletin ab. In den darauffolgenden Kämpfen machte sie kurzen Prozess und gewann innerhalb von 30 Sekunden mit Ippon. Dadurch stand sie im Finale gegen Anna-Lena Guckes vom JC Bushido Wüstems. Auch hier konnte Schwab im Eiltempo mit O-soto-gari links (Große Außensichel) den Sieg für sich verbuchen und wurde Hessenmeisterin, laut Trainer Kay Heger eine „famose Leistung“.

Jessica Schwab im Finale

In der gleichen Gewichtsklasse wurde Larissa Schwab mit einem Sieg Neunte, Svenja Skúlason konnte ihre gute Form an diesem Tag nicht umsetzen und wurde unter den Erwartungen „nur“ Siebte. Sie konnte insgesamt zweimal gewinnen. „Sie war heute nicht schnell genug, stand etwas neben sich. Wenn man bedenkt, dass Svenja im internen Duell gegen Jessica eigentlich vorne liegt, zeigt es nur die enorme Leistungsdichte in Hessen in dieser Gewichtsklasse“, so die Analyse von Trainer Kay Heger.

Eine Überraschung landeten Katharina Schaub (bis 33 kg) und Julia Gerbeth (bis 57 kg), die beide Dritte wurden. Schaub konnte zwei Kämpfe mit Ippon vorzeitig gewinnen und stand im Halbfinale gegen die Favoriten Sandra Mathiowetz vom Bundesligaclub Kim-Chi Wiesbaden. Gegen die erfahrene Mathiowetz konnte die Petersbergerin nichts entgegensetzen und verlor nach nicht mal einer Minute mit Punkt. Im kleine Finale um Platz drei zeigte Schaub aber, dass man mit Trainingsfleiß auch mit Gelbgurt vorne mitmischen kann, und siegte mit Haltegriff. Julia Gerbeth konnte einmal vorzeitig gewinnen und stand schon im Halbfinale. Dieses verlor sie und wurde in der Endabrechnung Dritte. „Für beide ein toller und überraschender Erfolg.“

Anne Werner (über 63 kg) musste die körperliche Überlegenheit ihr Gegnerinnen anerkennen und schied nach zwei Niederlagen aus. Die drei Platzieren haben sich für die Südwestdeutschen Meisterschaften in Weilerbach/Pfalz am 01. Mai qualifiziert.

von links: Anne Werner, Jessica Schwab, Larissa Schwab, Sophie Stock, Katharina Schaub, Svenja Skúlason, Julia Gerbeth

Am Sonntag bei den Jungen haben die JCP-Athleten Medaillen denkbar knapp verpasst. André Müller (bis 46 kg) begann stark und konnte dreimal souverän gewinnen, somit stand er im Halbfinale. Dort wurde er vom späteren Hessenmeister Jakob Pachner aus Wiesbaden überrascht und verlor etwas unter Wert. Im Kampf um Platz drei nach über 7 Stunden in der Halle, ließ die Konzentration etwas nach und wurde von seinem Gegner, den er noch im ersten Kampf klar besiegt hatte, nach hinten gekontert. „André hat Riesentalent, sicherlich war heute mehr drin. Aber durch zwei Verletzungen hintereinander hat man ihm heute den Trainingsrückstand schon angemerkt“ so Trainer Kay Heger.

Ebenso stark ins Turnier startete Sebastian Bickert in der Gewichtsklasse bis 34 kg (28 Teilnehmer). Auch Sebastian gewann dreimal vorzeitig und zeigte besonders seine Stärken im Bodenkampf (2 Siege mit Juji-gatame). Im Halbfinale war dann aber gegen den zwei Jahre älteren Fabian Stehmann vom JC Wiesbaden kein Kraut gewachsen. Im Kampf um Platz drei musste er früh eine Niederlage einstecken und wurde guter Fünfter.

Sebastian Bickert und André Müller

Mit 43 Teilnehmer war die Gewichtsklasse bis 40 kg am stärksten besetzt. Die Petersberger waren mit Andreas Katzer, Markus Krawczyk und Philipp Bleul vertreten. Andreas Katzer war am Ende mit Platz 7 bester JCP-Kämpfer. Er konnte genauso wie Markus Krawczyk dreimal siegen. Krawczyk musste gleich im ersten Kampf gegen den späteren Finalisten Diogo da Fonseca aus Hadamar antreten und musste den langen Weg über die Trostrunde antreten. Hier hätte er siebenmal gewinnen müssen um Dritter zu werden. In seinem fünften Kampf wurde er aber durch eine zweifelhafte Kampfrichterentscheidung in Führung liegend um den Sieg gebracht. „Solche Entscheidungen passieren und sind zu akzeptieren, sie gehören zu jeder Sportart dazu, Markus wird sicher wieder in den nächsten Turnieren vorne mitmischen“ so Betreuer Fridolin Heger. Philipp Bleul konnte zweimal gewinnen, musste bei seinen beiden Niederlagen die Stärke seiner Gegner akzeptieren. André Wingenfeld und Julius Jany (beide bis 34 kg) konnten je einmal gewinnen, und schieden nach zwei Niederlagen aus.